Mozartkugeln - Die wahrscheinlich süßeste Salzburger Versuchung...
Ende des 19. Jahrhunderts bezog Konditor Paul Fürst in der Salzburger Brodgasse Quartier und begann in seiner Konditorei an einer süßen Leckerei zu tüfteln. 1890 präsentierte er sein „Mozart-Bonbon“ der Öffentlichkeit. Diese war angetan von der dunklen Schokokugel, gefüllt mit Nougat und Pistazien-Marzipan.
Da Paul Fürst einst versäumte, seine Kreation als Patent anzumelden, waren schnell zahlreiche Nachahmer gefunden, welche Mozartkugeln industriell in großen Stückzahlen herstellten. Größter Produzent in Österreich ist die Firma Mirabell in Grödig, welche jährlich 90 Millionen Mozartkugeln auf den Markt bringt.
Die „Original Salzburger Mozartkugeln“ allerdings werden weiterhin nur in der Konditorei Fürst hergestellt. Nach überlieferter Rezeptur werden jährlich mehr als eine Million Marzipan-Nougat-Kugeln auf Holzstäbchen gesteckt und in Kuvertüre getaucht. Markenzeichen ist die blau-silberne Stanniolfolie.
Die „echte“ Mozartkugel erhält man in der Konditorei Fürst in der Brodgasse und den Filialen in der Getreidegasse, am Ritzerbogen und gegenüber dem Schloss Mirabell.
Ein Freund der Mozartkugel scheint auch der Künstler Stephan Balkenhols zu sein. Seine „Sphaera“ auf dem Kapitelplatz könnte, nicht nur von Naschkatzen, als größte Mozartkugel überhaupt verstanden werden.
