Wolfgang Amadeus Mozart - Das kurze aber aufregende Leben eines Genies ...
Am 27. Januar 1756 wird in der Salzburger Getreidegasse das zweite Kind des Hofmusikers Leopold Mozart und seiner Frau Anna Pertl geboren.
Bereits als Kleinkind erweist sich Wolfgang Amadeus als äußerst musikalisch und beginnt mit fünf Jahren eigene Stücke zu komponieren. Ein Jahr später begeistert das “Wunderkind” am Wiener Hof als Klaviervirtuose. Vater Leopold erkennt das Talent seines Sohnes und beginnt mit ihm und Schwester “Nannerl” auf eine, für die Kinder anstrengende und entbehrungsreiche Konzertreise an die Höfe der europäischen Fürsten und Könige zu gehen. Unter den Augen des strengen Vaters feiern die Kinder große Erfolge.
Erzbischof Sigismund von Schrattenbach ernennt Mozart, gerade einmal 13 Jahre alt, in Salzburg zum Konzertmeister. Vater und Sohn unternehmen weitere Reisen, darunter eine besonders prägende nach Italien. Der junge Mozart kommt hier erstmals mit der italienischen Oper in Berührung, welche sein Schaffen lebenslang beeinflusste. Des weiteren erhält er in Bologna von Giovanni Battista Martini Unterricht. In dieser kreativen Schaffensperiode komponiert Mozart 13 Sinfonien, 11 Messen und all seine Violinkonzerte.
Unterdessen appelliert in Salzburg Erzbischof Hieronymus Colloredo an die Sesshaftigkeit der Mozarts. Als sich beide 1777 dennoch Urlaub erbitten, entlässt der Erzbischof Wolfgang Amadeus und Leopold Mozart aus seinen Diensten. Während der Vater auf Wiedereinstellung hofft, kann der junge Mozart die würdelose Behandlung nicht hinnehmen und wendet sich von Salzburg ab.
Es folgen ruhelose Wanderjahre in Begleitung der Mutter. Mozart sucht eine Anstellung und spricht vergebens im Herzoghof München oder beim Mannheimer Kurfürst vor. Auf diesen Reisen lernt Mozart auch die Familie seiner späteren Frau Constanze kennen. Ursprünglich entbrannte sein Herz jedoch für deren ältere Schwester Aloysia.
1778 stirbt Mozarts Mutter in Paris. Ein Jahr später kehrt Mozart nach Salzburg zurück und tritt, auf Bitten Erzbischofs Colloredos, seine alte Stelle als Konzertmeister wieder an. 1781 kommt es bei einer Auseinandersetzung mit dem Erzbischof in Wien zum endgültigen Bruch.
Mozart geht daraufhin als freischaffender Komponist nach Wien. Er erteilt Musikunterricht, veranstaltet Konzerte und komponiert, trotzt permanenter Geldsorgen, einige seiner reifsten und tiefgründigsten Werke. Darunter Opern wie “Figaros Hochzeit”, “Don Giovanni” oder die 1782 von Kaiser Joseph II. in Auftrag gegebene Oper “Entführung aus dem Serail”.
Gegen den Willen des Vaters heiratet Mozart im selben Jahr Constanze Weber. Die wirtschaftliche Lage spitzt sich zu. Für Mozart wird es immer schwieriger, mit seinen wenigen Einnahmen seine Frau und die stetig wachsende Kinderschar zu versorgen. Seine Frau Constanze wurde sechs mal schwanger. Allerdings überlebten nur die beiden Söhne Karl Thomas und Franz Xaver die Kinderjahre.
Nach dem Tod von Vater Leopold, 1787, verschlechtert sich Mozarts Gesundheitszustand rapide. Seit frühester Kindheit physisch und psychisch enormen Belastungen ausgesetzt, ist Mozart dem nicht mehr gewachsen. Seine letzte Auslandsreise unternimmt er 1791, anlässlich der Kaiserkrönung von Leopold II. nach Frankfurt. Zurück in Wien, vertieft er sich in seine Arbeit zur “Zauberflöte” und komponiert das “Requiem”, welches unvollendet bleiben soll.
Wolfgang Amadeus Mozart stirbt völlig verarmt am 05. Dezember 1791 in Wien. Die Beisetzung erfolgt in einem Armengrab auf den Wiener Friedhof Sankt Marx. Um seinen Tod ranken sich viele Spekulationen. So spricht man von einer Vergiftung aus Eifersucht. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Mozart einem Nierenleiden, verursacht durch unkontrollierte Medikamenteneinnahme, zum Opfer fiel. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts wurde die Bedeutung seines Schaffens erkannt und entsprechend gewürdigt.
